Dreigliederung zeigt Perspektiven für ein neues Zusammenleben auf

Wie können wir Menschen heute friedlich, freiheitlich sowie brüder- und schwesterlich zusammenleben? An der rege besuchten Tagung zur Dreigliederung am Goetheanum in Dornach wurden Ideen für eine neue, bessere Welt zusammengetragen.

Daniela Schwegler

Die Idee der Dreigliederung ist über 100 Jahre alt. Der Philosoph und Naturwissenschaftler Rudolf Steiner, entwickelte nicht nur die Anthroposophie als Geisteswissenschaft. Er legte auch mit der Idee der Dreigliederung des sozialen Zusammenlebens die Grundlage für ein neues Miteinander. Demnach sollte die Staatsgewalt stark zurückgebunden, und auf ihre Kernaufgabe beschränkt werden: die Gewährleistung der Sicherheit der Menschen. Innerhalb dieses Rahmens sollten sich die Menschen vollkommen frei entfalten können.

Die Dreigliederung lasse sich vergleichen mit einer Pflanze, bei der Wurzelbildung, Blattentfaltung und Samenreifung ineinandergreifen, so der Veranstalter Dreigliederung Schweiz. Der Verein will eine Plattform für den Ideenaustausch schaffen, um die Impulse der Dreigliederung stärker in die Gesellschaft hinaus zu tragen. Im sozialen Organismus könnten also Kultur- und Geistesleben, Wirtschafts- und Rechtsleben als drei voneinander unabhängige und doch ineinander wirkende Glieder unterschieden werden. Um den Menschen die grösstmögliche Freiheit zu gewährleisten, sollte sich der Staat lediglich um das Recht und die Sicherheit der Bevölkerung kümmern, also den Justiz- und Polizeiapparat befehligen. Die anderen beiden Gebiete – das Wirtschafts- sowie das Kultur- und Geistesleben – müssten unabhängig von staatlichen Eingriffen organisiert werden können.

Über 300 Menschen waren der Einladung zur Tagung gefolgt, an der namhafte Redner Impulse gaben. Eines der Referate behandelte das Thema: «Wo staatliche Regulierungen stützend oder hemmend wirken». Dieses wurde aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet, wie etwa von Unternehmer Niklaus Schär, Ärztin Christina Messmer und Rechtsanwalt Gerald Brei. Prof. Dr. Michael Esfeld, Wissenschaftsphilosoph an der Uni Lausanne, sprach darüber, ob der Staat die Grund- und Menschenrechte schützen kann, ohne sie selbst zu verletzen.

In mehreren Arbeitsgruppen wurden die Themen danach vertieft. Der mitwirkende Lehrer Dieter Bosshart zog eine positive Bilanz: Der Ideenaustausch sei sehr bereichernd gewesen. Nun gehe es darum, ins Tun zu kommen und diese Impulse auch umzusetzen.

3 Kommentare zu „Dreigliederung zeigt Perspektiven für ein neues Zusammenleben auf

  1. Genau so sollte es sein! Die WHO will ja die Menschenrechte abschaffen, wir sollten alles tun, damit möglichst viele Länder aus der WHO austreten. Denn diese arbeitet gegen uns und unsere Freiheit, das Wichtigste für das Mensch sein. Genau so wie es bei den Anthroposophen gelebt wird. Mein Sohn wohnt im Ekkharthof, da ist für mich das Paradies, da leben behinderte Menschen mit ihren Betreuern, Tiere und Pflanzen friedlich zusammen! So soll es sein.

  2. Ein Hoffnungsfunken am Horizont, wenn die Idee der Dreigliederung nun über „Graswurzle“ vermehrt in die Menschheit getragen wird und sich so etablieren könnte.
    Erstaunlich wenig Kommentare zu diesem Thema!

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